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Neue PV-Anlagen – Vergütungsfrist läuft bald ab
05.06.2026

In der aktuellen politischen Diskussion ist die Rede davon, dass 2027 die feste Einspeisevergütung für neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 25 Kilowatt Peak entfallen soll. Wer dann in eine solche neue PV-Anlage investiert, müsste demnach den Strom über Direktvermarkter verkaufen. Für private Haushalte ist dieser Weg aufgrund des hohen bürokratischen Aufwands und schwankender Börsenpreise oftmals unwirtschaftlich. Dies bedeutet aber auch: Die Frist läuft und Hausbesitzer, die ihre Anlage noch im Jahr 2026 in Betrieb nehmen, sichern sich die Vergütung von 7,78 Cent pro Kilowattstunde (kWh) für einen garantierten Zeitraum von 20 Jahren.

„Dabei ist zu beachten, dass im August – also in wenigen Wochen – die Einspeisevergütung für neue Anlagen noch einmal gekürzt wird, bevor sie voraussichtlich vollends entfällt“, so Gerold Fritzsch, Geschäftsführer der FRITZSCH electrotechnic GmbH in Vlotho. Die derzeit noch mögliche Vergütung bis August stellt ein finanzielles Zusatzpolster dar, auf das man nicht verzichten sollte. Immerhin kann eine solche Mehreinnahme 200 bis 500 Euro pro Jahr ausmachen.

Der wichtigste Grund für eine PV-Anlage sollte für Hausbesitzer aber der Eigenverbrauch sein, weil dadurch weniger teurer Strom zugekauft werden muss. Strom aus dem Netz kostet 2026 in der Regel zwischen 31 und 37 Cent pro kWh. Im Gegensatz dazu betragen die Kosten für Solarstrom vom eigenen Dach (Gestehungskosten) lediglich 6 bis 14 Cent pro kWh, wie aktuelle Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE bestätigen. Dadurch macht sich eine PV-Anlage meisten bereits nach rund zehn Jahren bezahlt. Und dies selbst dann, wenn kein Stromspeicher installiert wird. Je mehr Sonnenstrom direkt verbraucht wird, beispielsweise für E-Autos oder Wärmepumpen, desto schneller rechnet sich eine PV-Anlage.

Vor diesem Hintergrund ist zu bedenken, dass das neue EEG 2027 vermutlich dafür sorgen wird, das PV-Anlagen ohne Speicher deutlich weniger rentabel sind. Ein Speicher erhöht zwar die Investitionskosten, verdoppelt aber oft den Eigenverbrauch und unterstützt die schnelle Amortisation der PV-Anlage.

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